Hafenerweiterung

Für insgesamt 21,5 Millionen Euro wurde der Hafen Spelle-Venhaus in den Jahren 2011 - 2015 ausgebaut - ein Jahrhundertprojekt für die gesamte Region.

Wichtigste Baumaßnahmen waren die Schaffung weiterer Gewerbeflächen zur Ansiedlung von hafenorientierten Wirtschaftsbetrieben und die Anbindung an das Schienennetz Spelle-Rheine. Durch die Errichtung von Gleisanlagen ist der Hafen trimodal ausgerichtet und damit Schnittstelle der Verkehrswege Wasser, Straße und Schiene.

Mit dieser Investitionsmaßnahme hat die Hafen GmbH die Weichen auf Wachstum gestellt - für den Hafen und die gesamte Region südliches Emsland. Finanziell unterstützt wurde sie bei diesem Großprojekt durch den Landkreis Emsland, dem Land Niedersachsen und der Europäischen Union (EFRE-Förderung).

Motive für die Erweiterung

Die Motive für die Entscheidung pro Hafenerweiterung sind vielfältig: Die besondere Bedeutung des Hafens als Wirtschaftsstandort, seine günstige geografische Lage, kontinuierlich steigende Umschlagszahlen und nicht zuletzt das prognostizierte Wachstumspotenzial des Hafens.

Den Anstoß für die Realisierung des Jahrhundertprojekts gaben schließlich zum einen der geplante Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals sowie zum anderen die Festlegung des Hafens im Landesraumprogramm Niedersachens als "landesbedeutsamer Binnenhafen".

Bauabschnitte

Erste Überlegungen gab es bereits 2006. Anschließend folgte die Planungsphase, bevor 2011 die konkrete Umsetzung des Bauvorhabens begann.

Erster Bauabschnitt

Der erste Bauabschnitt umfasste im Wesentlichen die Erstellung der Erschließungsstraßen und Anlagen zur Fassung des anfallenden Oberflächenwassers. Vorab mussten Fäll- und Rodungsarbeiten durchgeführt werden. Diese Maßnahmen wurden bis Ende 2011 fertig gestellt. Weiterhin gehörten zum ersten Bauabschnitt auch die Realisierung verschiedener Kompensationsmaßnahmen sowie der Endausbau der Imhofstraße.
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Zweiter Bauabschnitt

Im zweiten Bauabschnitt wurden die Kaianlagen sowie die Umschlagflächen des Parallelhafens realisiert. Hier wurde eine 720 Meter lange Kaianlage mit 20 Metern zusätzlicher Wasserfläche in der Breite für fünf Europaschiffe oder vier Großmotorgüterschiffe geschaffen. Hinzu kommt die Realisierung der 50m breiten Umschlagfläche. Diese Bauphase wurde im Sommer 2013 abgeschlossen.
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Dritter Bauabschnitt

Diese Baumaßnahmen umfassten die Herstellung der Gleisanbindung auf eine Länge von rd. 4,2 km. Dadurch erlangte der Hafen Spelle-Venhaus die Trimodalität, den Anschluss an das Straßen-, Wasserstraßen- und Schienennetz. Mit der Maßnahme wurde nach europaweiter Ausschreibung im Anfang 2015 begonnen. Die Fertigstellung erfolgte im Sommer 2015.