14.06.2016

Bunte kündigt Ansiedlung an

Hafenerweiterung „Jahrhundertprojekt“ in Spelle

Strahlende Gesichter und Kaiserwetter gab es am Freitag beim Fest zur Einweihung der Erweiterung des Hafens Spelle-Venhaus. Foto: Heinz Krüssel

Spelle. Als einen großen Tag für Spelle und für die Region hat Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf am Freitag die Einweihung eines „Jahrhundertprojektes“, die Erweiterung des Hafens Spelle-Venhaus, bezeichnet. Zur Festveranstaltung auf der 720 Meter langen Kaianlage dankte Hummeldorf allen, die das zukunftsweisende Projekt ideell, finanziell und in sonstiger Weise unterstütz hatten. Für den musikalischen Rahmen sorgten Lehrer und Schüler der Musikschule des Emslandes unter der Leitung von Bernd Gortheil. Genau fünf Jahre seien vom ersten Spatenstich am 16. Mai 2011 bis zur Einweihung vergangen, ließ der Verwaltungschef und Aufsichtsratsvorsitzende die Entwicklung der in drei Bauabschnitten realisierten Baumaßnahme Revue passieren. Mit bisher rund 21,5 Millionen Euro Investitionssumme handele es sich um das größte Vorhaben in der Geschichte der Kommune, betonte Hummeldorf. Mit der Erweiterung des Hafens Spelle-Venhaus gewinne das Emsland weiter an Mobilität, die von einem immer enger geknüpften Netzwerk ermöglicht werde, ging Landrat Reinhard Winter auf die überregionale Bedeutung des Hafens ein. Gemeinsam mit dem Eurohafen Haren/Meppen, dem Hafen in Papenburg, dem Güterverkehrszentrum Dörpen und dem Logistikzentrum Lingen bilde der Hafen Spelle-Venhaus eine Verzahnung von Stärken und Potenzialen. Der Landrat zeigte sich sicher, dass der trimodal ausgerichtete Hafen (Wasser, Schiene, Straße) mit seiner optimalen Anbindung an die verschiedenen Verkehrsträger Spelle und die Region südliches Emsland spürbar voranbringen werde. Anzeige Anzeige „Schmuckstücks am Dortmund-Ems-Kanal“ Einen nicht unerheblichen Teil des „Schmuckstücks am Dortmund-Ems-Kanal“ hat die Firma Johann Bunte Bauunternehmen realisiert. Geschäftsführer Helmut Renze unterstrich die gute Zusammenarbeit aller am Vorhaben Beteiligten. „Der neue Hafen ist ein Beweis dafür, was im Emsland geplant und umgesetzt werden kann“, wies Renze auf die termingerechte Fertigstellung unter Einhaltung der kalkulierten Kosten hin. Ausdrücklich dankte der Bunte-Chef „dem Visionär“ Samtgemeindebürgermeister Hummeldorf und seinem Team. Renze hatte eine Überraschung parat: „Die Firma Bunte möchte auch am Standort der Visionäre präsent sein und verlegt im nächsten Frühjahr den bisherigen Standort Bad Bentheim nach Spelle.“ „Es ist ein großes Werk gelungen“, blickte Heinfried Drewer-Gutland, Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft Lindschulte auf die Entwicklung von der Idee bis zur Fertigstellung zurück und räumte ein: „Das Werk erfüllt uns alle mit Stolz.“ „Das Ergebnis ist das Werk tüchtiger Menschen“, stellte Pfarrer Ludger Pöttering fest. Er segnete den neuen Hafen und wünschte allzeit gutes Gelingen. Der Geistliche ging auf die „trimodale Funktionalität“ des Hafens ein. Die Aspekte Schiene, Straße und Wasser seien abgearbeitet. Pöttering fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Was fehlt Spelle jetzt noch? Ein Flughafen!“, regte er als nächstes Großprojekt an. An diesem Samstag (11. Juni) ist die Bevölkerung ab 15 Uhr zu einem großen Hafenfest mit attraktivem Rahmenprogramm für die ganze Familie eingeladen. Mehr aus Spelle lesen Sie in unserem Ortsportal.


Quelle: Lingener Tagespost 11.06.2016