26.06.2017

Weitere Pläne zur Entwicklung des Speller Hafens liegen in der Schublade – Rekordumschlag in 2016

Die weiteren Zukunftspläne des Hafens Spelle-Venhaus sind bei Vertretern der im Hafen ansässigen und dort tätigen Betriebe auf großes Interesse gestoßen.

Spelle – Nachdem der Hafen Spelle-Venhaus im vergangenen Jahr zu einer Logistikdrehscheibe mit den Verkehrsträgern Straße, Wasser und Schiene ausgebaut wurde, hat der Betrieb Fahrt aufgenommen. So wurden im vergangenen Jahr 729.000 Tonnen umgeschlagen – die höchste Tonnage seit Bestehen. Dabei ist die Entwicklung noch nicht abgeschlossen: Die Verantwortlichen haben bereits die nächsten Pläne in der Schublade. Dieses verdeutlichte Bernhard Hummeldorf, Samtgemeindebürgermeister und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hafen Spelle-Venhaus GmbH, im Rahmen einer Informationsveranstaltung für die mit dem Hafen verbundenen Unternehmen.

 

„Nach 4-jähriger Bauzeit wurde die Hafenerweiterung abgeschlossen und im letzten Jahr mit einem Hafenfest in Betrieb genommen“, resümierte Hummeldorf und ergänzte, dass im Oktober der erste Zug im Regelverkehr mit dem neuen Bahnanschluss den Hafen angefahren habe. Dieses spiegelt sich auch im Umschlag wieder: So wurde im vergangenen Jahr mit 729.000 erstmals in der Hafengeschichte die 700.000 Tonnen-Marke geknackt. Ein weiterer wichtiger Schritt ist der Ausbau der Nordstrecke des Dortmund-Ems-Kanals bis zum Jahr 2025. Die vorhandenen Schleusen in diesem Streckenabschnitt werden neugebaut. So auch die Schleuse Venhaus. Diese soll im Zeitraum von Frühjahr 2018 bis 2022 erneuert werden. Darüber hinaus bestehen bereits neue Entwicklungsziele, aus denen sich weitere mögliche Bauabschnitte ableiten. So soll der vorhandene Stichhafen verlängert und so für Großmotorgüterschiffe nutzbar gemacht werden. Ferner soll die Gleisanlage im Hafengebiet zu einem Ring ausgebaut und im östlichen Bereich fortgeführt werden. Um insbesondere den Umschlag von Stückgütern zu erleichtern, bestehen Überlegungen, eine Lagerfläche mit entsprechender Infrastruktur anzulegen. „Diese Maßnahmen würden die Attraktivität des Hafens noch weiter steigern und zur Stärkung der Wirtschaft beitragen“, unterstrich Geschäftsführer Stefan Sändker bei der Vorstellung dieser Zukunftsideen.