Schon heute rollen täglich Züge nach Spelle, die einige der großen Industriebetriebe zum Ziel haben und seit 2016 auch den Hafen Spelle-Venhaus und die dort tätigen Unternehmen erreichen. Darüber hinaus sorgt die mögliche Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Rheine und Spelle für den Personennahverkehr für großes Interesse und unterstreicht die Bedeutung der Anbindung der Samtgemeinde Spelle an das Schienennetz. „Allein der Güterumschlag im Hafen liegt in diesem Jahr bei rd. 480.000 Tonnen. Bis 2030 wird ein Anstieg auf 600.000 Tonnen prognostiziert“, macht Hafen-Geschäftsführer Stefan Sändker die Dimension deutlich. Um dem steigenden Güterverkehr gerecht zu werden, sollen weitere Abstell- und Rangiergleise angelegt und die direkte Einfahrt in den Hafen über ein neues Gleisabzweig, ein sogenanntes „Hafenloop“, ermöglicht werden. Dadurch wird das Gleis Richtung Spelle entlastet und das Gleis im Speller Bahnhof permanent frei. Samtgemeindebürgermeister Matthias Sils unterstreicht, dass eine Reaktivierung der Bahnstrecke gerade im ländlichen Raum für eine nachhaltige Mobilität und insbesondere auch für das ansässige Gewerbe als attraktiver Unternehmensstandort enorm wichtig seien. „Die Entwicklung im Hafen Spelle-Venhaus ist beachtlich. Die neuen Planungen für die Erweiterung der Bahnanbindung zeigen ein großes Potential für die zukünftige Entwicklung des Hafens Spelle-Venhaus. Das kann ich nur voll und ganz unterstützen", stellt der Landtagsabgeordnete Nicolas Mülbrecht Breer bei einem Vor-Ort-Termin fest. Begleitet wurde dieser von seinem politischen Mitstreiter und Mitgliedes des Aufsichtsrates Klemens Grolle aus Spelle, der das Treffen initiiert hatte und auch dafür plädierte, sich weiterhin für eine Reaktivierung der Bahnstrecke einzusetzen und die Gleisinfrastruktur weiter auszubauen.